Lohnt sich der Kauf von Bitcoin noch?

Bitcoin: Jetzt noch kaufen oder ist es schon zu spät?  


Ich nehme Dir die Antwort schon Mal vorweg. Nein, es ist nicht zu spät! Der Zeitpunkt, um mit dem Investieren zu beginnen, ist immer JETZT. Egal ob nun bei Bitcoin, Aktien oder dem Kauf von Edelmetallen, wie Gold. 

Mich erreichen sehr viele Zuschriften von euch, wo immer wieder die gleichen Fragestellungen auftauchen: „Hey Emily, es ist doch jetzt eh schon viel zu spät einzusteigen, da der Bitcoin Preis derzeit so hoch liegt.“ „Soll ich jetzt schon einsteigen oder besser warten, bis der Bitcoin wieder fällt.“ „Ich weiß immer noch nicht ob ich einsteigen soll, da mir die ganze Sache noch zu unsicher ist.“

Alles berechtige Anliegen. Aber bevor wir in die Thematik eintauchen, möchte ich, wie immer, eine Sache klarstellen: Es handelt sich hier um ein Investment – und Investments sind IMMER mit einem gewissen Risiko verbunden. Das heißt: Alles, was Du in eine Kryptowährung investierst, kann morgen weg sein. Das Risiko dafür ist zwar – insbesondere bei Bitcoin – relativ gering, aber vorhanden. Dennoch: JA, einsteigen lohnt sich – und das mehr denn je!

Deine @emily_is_online

Das spricht dagegen 

Regierungen könnten Kryptowährungen verbieten oder sie zumindest regulieren. Staaten könnten aber auch ihre ganz eigene Version eines digitales Coins auf den Markt bringen, um so den Trend für sich zu nutzen. Es könnten auch noch bessere Projekte in Zukunft aufpoppen, die Bitcoin und anderen Cryptos weiter Konkurrenz machen oder sie sogar ablösen. Ja, das ist alles möglich und dessen muss man sich auch immer bewusst sein. Aber, meiner Meinung nach, ist Bitcoin DAS digitale Gold des 21. Jahrhunderts und wird nicht an Wert verlieren; im Gegenteil, es wird sich immer mehr etablieren (tut es ja schon) und seine milliardenschwere Marktkapitalisierung weiter rasant ausbauen. Allein Bitcoin hat, Stand heute: 23. März 2021, einen Market Cap von 862,842,844,323 EURO.

Das spricht dafür 

Entscheidend ist, das wachsende Interesse auf institutioneller Seite. Mittlerweile steigen zunehmend professionelle Anleger und sogar Hedgefonds-Ikonen ein – und das mit Unsummen an Geld. Es strömen somit immer mehr Großinvestoren in diesen Markt, wie beispielsweise Elon Musk von Tesla, oder Michael Saylor von MicroStrategy. Alleine Elon Musk hat vor kurzem erst – Sage und Schreibe: 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investiert. Das macht, der mittlerweile reichste Mann der Welt, wohl nicht ohne Grund.

Vor allem Bitcoin, der in seiner Menge auf 21 Millionen Stück begrenzt ist, wird für Investoren zunehmend attraktiver. So stieg z.B. kürzlich erst der Finanzriese PayPal ein, der Nutzern in den USA das Handeln mit Bitcoin in Zukunft ermöglichen will. Es gibt unzählige Experten, die dem Bitcoin noch dieses Jahr einen Anstieg von 100.000 EURO zutrauen. Die US-Großbank Citigroup etwa hält einen Anstieg auf fast 250.000 EURO für möglich. Auch Kurse von einer halben Million sind in Umlauf – insbesondere bei Crypto-Insidern, die sich tagtäglich mit dem Bitcoin-Markt befassen.

So oder so: Es steckt ein immenses Potenzial in diesem Markt und daher ist es gut, dass Du Dich HEUTE beginnst damit zu befassen. Denn eines ist sicher: „Cash is trash.“ Dein Geld einfach nur auf der Bank liegen zu lassen, ist daher das Fahrlässigste was Du überhaupt tun kannst. Denn es wird dort, von Tag zu Tag, immer weniger wert – und das nachweislich. Denn die Notenbanken weltweit schaffen derzeit so viel Geld wie nie zuvor – und das hat fatale Folgen, für uns alle.

Wissen ist Macht

Auch wenn Du Angst davor hast, zu spät zur Party zu kommen, solltest Du Dich zunächst darüber informieren, wann sie beginnt, auf welchem Weg Du am besten dort hinkommst und was Du dafür mitzubringen hast. 

Beim Bitcoin sind das Fragen wie: „Was ist ein dezentrales Zahlungssystem?“, „Was ist Bitcoin überhaupt und wie funktioniert er?“, „Warum ist er begrenzt und was macht ihn so wertvoll?“, „Wo kommen neue Bitcoins her und wer kann sie überhaupt erzeugen?“

Falls Dir diese Dinge noch nicht ganz klar sein sollten, bitte ich Dich erst einmal diesen Blog-Post hier zu lesen, um ein bisschen mehr im Bilde zu sein. Denn ich verspreche Dir sicher nicht, dass morgen der Lambo vor Deiner Haustüre steht, oder Du in ein paar Monaten, durch mich, zum Bitcoin-Millionär wirst. Das ist kompletter Schwachsinn. Das Crypto- und Blockchainökosystem ist das für mich spannendste Themengebiet, in das ich mich jemals habe einarbeiten dürfen. Es geht hier um soviel mehr, als einfach „nur“ schnell Geld zu verdienen. Aber gerade wo ein Rubel fällt, sollte auch Wissen vorhanden sein und ich bitte Dich daher, nicht einfach blind in die Thematik einzusteigen.

Soll ich jetzt noch in Bitcoin einsteigen?

Aber um jetzt die Frage aus der Überschrift zu beantworten: Jetzt noch einsteigen oder ist es schon zu spät? Wie die Geschichte sich bisher geschrieben hat, JA. Und ist es zu spät dafür: NEIN, auf keinen Fall!

Ein paar Fakten

Bitcoin, die mit Abstand größte und bekannteste Kryptowährung der Welt, legt einen atemberaubenden Anstieg hin. So ist er zu Jahresbeginn 2020 noch mit 8.000 US-Dollar gestartet und liegt aktuell bei 46.000 USD. Zwischenzeitlich übersprang er sogar die 60.000 USD-Grenze. Somit ist das, vorsichtig geschätzte, Szenario von 100.000 USD in diesem Jahr absolut realistisch.

Für den starken Anstieg des Bitcoin-Kurses gibt es mehrere Gründe: Als für mich entscheidend gilt, dass das Thema digitale Währungen stärker in den Fokus von Anlegern und Unternehmern gerückt ist. Der, wie oben schon erwähnte, gigantische Bezahldienst Paypal will etwa seinen Kunden die Bezahlung mit Kryptowährungen ermöglichen. Gesteigert wird das Interesse an Cryptos insgesamt auch durch die Coronapandemie und die mit ihr einhergehende stark steigende Staatsverschuldung. Einige AnlegerInnen fürchten deswegen eine mittel- bis längerfristig steigende Inflation, wogegen sie sich mit alternativen Anlagen absichern wollen.  

„Logisch, dass Gold und Bitcoin, zulegen, wenn das Vertrauen in das Geldsystem abnimmt“, sagte jüngst Jochen Felsenheimer, Experte für Kreditmärkte und Derivate-Strategien und Vorstand bei XAIA Investment, beim Börsen-Roundtable der WirtschaftsWoche.

Der aktuelle Boom zieht zudem mehr Neugierige an. Allein am Samstag übersprang der Bitcoin gleich vier Tausender-Marken, wobei nach Einschätzung des Experten Tilo Emden vor allem die 30.000er-Grenze für den rasanten Preisauftrieb verantwortlich war. „Das Meistern der mentalen Marke von 30.000 Dollar dürfte die Rally zusätzlich befeuert haben“, schrieb Emden in einer Kurzstudie. „Anziehende Preisniveaus sind Lockstoff für Privatinvestoren, welche schon länger hinter der Seitenlinie gewartet und mit Engagements geliebäugelt haben.“

Das Interesse an der Kryptowährung zieht insgesamt deutlich an. Immer wieder schüren Einzelmeldungen den Crypto-Hype. Wie, schon erwähnt, der Elektroauto-Pionier und Tesla-Unternehmenschef Elon Musk, der das gesamte Firmenvermögen in Bitcoin umwandelte. Oder eben der US-Unternehmer Michael Saylor, von MicroStrategy, der 875-Millionen USD auf Bitcoin setzte.

2012 war Michael Saylor noch ein großer Bitcoin-Skeptiker und hat es mit Online-Glücksspiel verglichen. Vor acht Jahren, setzte er noch dutzende Millionen Dollar seines eigenen Geldes auf Aktien von Amazon, Google, Apple und Facebook – und hat sich damit über die Jahre eine goldene Nase verdient. 2020 geht er dann mit MicroStrategy (Börsenwert: ca. 3 Mrd. USD) in das digitale Gold Bitcoin. Für ihn ist es das interssanteste Esset, in das er je investiert habe. Er sieht es vor allem als unverzichtbaren „Store of Value“ (zu deutsch: Wertversprechen). Store of Value ist somit die Funktion eines Vermögenswertes, auf den man sich zu einem späteren Zeitpunkt berufen kann und der verspricht, auch in Zukunft Kaufkraft zu haben.

Bis jetzt hat sich Saylors Wette mehr als ausgezahlt – neben anderen CEOs wie Jack Dorsey (Square) oder Mike Novogratz (Galaxy Holdings), ist er einer der großen Bitcoin-Botschafter, der mittlerweile in unzähligen Interviews von den Vorteilen des begehrten Krypto-Assets spricht. Aktien, Fonds, Anleihen, Gold – das alles könne man links liegen lassen; denn kein anderes Asset sei so zukunftssicher wie Bitcoin.

„Sie müssen nicht Ihr ganzes Geld in Bitcoin investieren, nur das Geld, das Sie behalten möchten“, ist einer der bekannteren Sager von Michael Saylor.

Und damit hat er, meiner Meinung nach, absolut recht. Ich würde jedoch noch hinzufügen, dass Du bitte immer auch streust. Denn: „Wert streut, der nicht bereut.“ Gib Dein Geld in Aktien, in Edelmetalle wie Gold, und ja – investiere auch in Kryptowärhungen. Hier vor allem in Altbewährte wie Bitcoin und Ethereum, da diese schon eine milliardenschwere Marktkapitalisierung vorzuweisen haben und damit auch weniger volatil sind. Überspitzt gesagt: Es ist komplett egal was Du mit Deinem Ersparten machst, lass es nur nicht auf einem Bankkonto verrecken. Denn dort kannst du tagtäglich zuzusehen, wie es immer weniger wird – und das ist leider FAKT!

Mein Fazit

In einem guten Portfolio darf Bitcoin auf keinen Fall fehlen. Wir befinden uns, meiner Meinung nach, erst in der Frühphase der Krypto-Evolution. Informiere Dich aber vor jedem Schritt allumfassend. Such Dir verlässliche Anbieter, sowohl Plattformen wo Du Kryptowährungen kaufen und verkaufen kannst, als auch bewehrte Wallets heraus, denen Du vertraust. Der Einfachheit halber, habe ich Dir meine Top-Trading-Plattformen, denen ich auch schon seit Jahren mein Geld anvertraue, hier hinterlegt:

Ich glaube Du merkst, dass ich ungemein für das Thema Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain brenne. Ich möchte daher auch in Zukunft, meine Blog-Posts so umfassend, aber auch neutral wie möglich verfassen. Ich lebe von Deinem Feedback, Deinen Fragen und generell auch Deinen Bedenken zu diesem Thema. Lass es mich wie immer unten in den Kommentaren wissen, was Dir gefallen hat, was ich in Zukunft noch verbessern kann und auch was Du Dir als neuen Input für Dein weiteres Handeln wünscht. Danke fürs Lesen, Danke fürs Dabeisein und auf die Coins, fertig, los! 

P.S: Ich möchte auch zukünftig diese Website werbefrei belassen und unabhängig texten können. Unterstütze mich dabei gerne, indem Du diese Seite mit Deinem Umfeld teilst und Menschen auf mich aufmerksam machst. Danke schon mal im Voraus für Deinen Support!

Deine @emily_is_online

Staking vs. Liquidity Mining

Schaffe passives Einkommen


Kryptowährungen sind in erster Linie Finanzinstrumente und fungieren als Zahlungsmittel in der digitalen Welt. Sie eignen sich aber auch hervorragend dafür, den Zinseszinseffekt für sich zu nutzen und somit zusätzliches passives Einkommen zu generieren. Immer mehr Anleger nutzen daher die Methode Crypto Staking und Liquidity Mining. Den Unterschied, dieser beiden Belohnungssysteme, erfährst Du im heutigen Blog-Post.

Mein Blog lebt von Interaktion und Deinem Feedback. Es gibt weitere spannende Themen, die ich für Dich aufarbeiten darf? – Dann immer her damit! Hinterlasse mir einfach unten ein Kommentar und ich nehme Deinen Crypto-Input gerne in meinem nächsten Beitrag mit auf.

Deine @emily_is_online

Was ist Crypto Staking? 

Zuerst ist es wichtig zu wissen, dass wir hier von Proof-of-Stake (PoS) Coins sprechen. Bei der PoS Methode wird der „Crypto-Miner“ durch den „Validator“ ersetzt. Dieser Validator, der übrigens jeder von uns sein kann, ist für die Überprüfung von Transaktionen und für das Minen (erzeugen) neuer Coins verantwortlich. Dieser Prozess funktioniert dadurch, dass diese Person, ihre eigenen Coins auf einer Plattform „staked“.

Crypto Staking bedeutet, dass AnlegerInnen eine bestimmte Anzahl nativer Token, die sie zuvor über eine Plattform erworben haben, in einer speziellen Wallet aufbewahren. Die AnlegerInnen können, im Normalfall, für längere Zeit dann nicht auf diese Token zugreifen, werden aber im Gegenzug mit neuen Coins durch die Blockchain belohnt. Sie erhalten somit als Belohnung neue Coins, da sie ihre Token dem Netzwerk zur Verfügung stellen. Es ist daher ein wenig wie beim „traditionellen“ Crypto Mining, nur hier fällt die Investition meistens deutlich höher aus.

Ein einfaches Beispiel: Nehmen wir Christina her. Christina möchte mit Hilfe von Ethereum 2.0 Staking betreiben. Sie geht somit auf eine gängige Krypto-Börse und kauft sich dort geeignete Coins für das Staking. Sagen wir sie kauft sich 32 ETH. Sie transferiert dann ihre ETH in die Smart-Contracts für Einzahlungen und das war’s erstmal. Als Belohnung für die Bereitstellung ihrer ETH erhält Christina rund 8,9% der jährlich verdienten Zinsen, und das solange ihre 32 ETH auf der Plattform gelocked werden.

Was ist Liquidity Mining?

In diesem Zusammenhang taucht auch immer wieder der Begriff „Yield Farming“ auf, da beide Begriffe oft synonym verwendet werden. Es gibt hier jedoch einen winzigen Unterschied, was die Hierarchie betrifft. Liquidity Mining ist nur ein System innerhalb der Nische von Yield Farming, das auch andere erweiterte Methoden zum Verdienen mit DeFi-Token umfasst.

Von Liquidity Mining spricht man, wenn Du einem Automatic Market Maker (AMM) Liquidität zur Verfügung stellst. Mit anderen Worten, Du hinterlegst Deine Token (normalerweise paarweise – wie DAI / ETH) in einem Liquiditätspool, der von einer DeFi-Plattform bereitgestellt wird. Dann können andere Nutzer (auch Token-Swappers genannt) diese Token ausleihen, exchangen oder für ihre ganz eigenen Zwecke verwenden. Diese Token-Swappers zahlen pro Transaktion eine geringe Gebühr. Diese Gebühren werden akkumuliert und später auf alle Liquiditätsanbieter (LP) verteilt. Hier solltest Du jedoch beachten, dass die Belohnungen auch in einem anderen Token, als dem ursprünglich eingezahlten, getätigt werden können und die Withdrawals (Abhebungen) manchmal zu Verlusten führen können.

Nehmen wir als Beispiel wieder Christina her. Christina möchte jetzt mit dem Paar USDC-ETH Liquidität im Circle Snail-Pool bereitstellen. Sie legt beide Token im Smart Contract ab und erhält dafür Rewards (Belohnungen) in SUSHI-Token, mit einer versprochenen jährlichen prozentualen Rendite (APY = Annual Percentage Yield) von rund 10,6%.

Crypto Staking vs. Liquidity Mining

Meines Erachtens ist Crypto Staking weitaus sicherer als Liquidity Mining. Beim Crypto Staking sind die Validatoren (oder Staker) weniger häufig mit Fehlern der Smart Contract konfrontiert, gerade was die Hackerangriffte, vor allem auf Millionäre, betrifft. Zudem kannst Du Dir beim Crypto Staking eine Plattform mit einer kurzen Sperrfrist für Deine Coins suchen und diese (zusammen mit den Belohnungen) abheben, wenn die Zeit dafür abgelaufen ist. Du kannst den Vorgang dabei beliebig wiederholen oder eben nicht.

Wenn man sich jedoch die Investitionen und Belohnungen generell ansieht, erfordert das Crypto Staking üblicherweise eine hohe Anfangsinvestition. Die Zahlen variieren dabei für die verschiedenen Proof-of-Stake Coins. Dash verlangt für seine PoS-Validatoren eine Sicherheit von 1.000 Token (105.700 USD) und bietet eine jährliche Verzinsung von ca. 6%. Cosmos (ATOM) hat seinerseits verschiedene Staking Level. Der erste Level erfordert keinen bestimmten Betrag für das Staking, sodass Du dies problemlos mit Wallets wie etwa Atomic Wallet tun kannst. Der berechnete Gewinn beträgt dabei 8% pro Jahr. Das nächste Level (für offizielle Validatoren) ist schon schwieriger zu erreichen. Die Kosten liegen dabei bei über 57.000 USD.

Risiken und Chancen

Liquidity Mining hat definitiv höhere Risiken, aber auch höhere Erträge, bei einem weitaus geringeren Investment. Hier müssen wir vor allem über den Begriff Impermanent Loss sprechen. Wie es der Name schon sagt, ist dieses Risiko nur temporär. Das bedeutet also: Je mehr Zeit Du hast, desto geringer das Risiko eines Impermanent Loss. Das Risiko ist zudem nochmal geringer, je mehr Korrelation die Trading-Paare (Beispiel: BTCDFI) im Liquidity Pool haben.

Impermanent Loss bedeutet also, dass Deine Token an Wert verlieren können, während sie in einem DeFi-Protokoll gelocked sind, da sie gerade Liquidität bereitstellen, die für die Kultivierung von Belohnungen erforderlich ist. Dieser Verlust kann vorübergehend oder eben dauerhaft sein, wenn Du Deine Gelder zu einem bestimmten Zeitpunkt abheben oder handeln möchtest.

Beispiel: Sagen wir Du hast 50% in ETH und 50% in USDC hinterlegt. Zum Zeitpunkt, wo Du jetzt aber abheben möchtest, sind es 30% in ETH und 70% in USDC, die Du erhalten würdest. Dies liegt daran, dass der Liquiditätspool zu diesem Zeitpunkt möglicherweise mehr ETH für die Token-Swappers benötigt. Du wirst somit wahrscheinlich Geld verlieren, wenn der ETH-Preis steigt.

Für einen signifikanten Impermanent Loss kann sich eines der Trading Paare im Vergleich zum anderen Trading Paar stark im Preis verändern. Aber selbst in diesem Fall, darfst Du nicht vergessen: Du erhältst trotzdem weiter Deine Liquidity Mining Rewards. Das heißt, im schlimmsten Fall musst Du das Weniger an Rendite, durch einen (potenziellen) Impermanent Loss gegenüber dem Mehr an Rendite, durch die Liquidity Mining Rewards abwägen.

In den meisten Fällen wird die lukrative Liquidity Mining Rendite deutlich überwiegen, selbst wenn starke relative Preisschwankungen innerhalb der Trading-Paare diese Renditen etwas schmälern könnten (sollten sich die Krypto-Assets tatsächlich so unabhängig voneinander entwickeln).

Um jedoch nochmal auf das Staking zurückzukommen; mit dieser Problemstellung bist Du dort nie konfrontiert. Die höhere Belohnung beim Staking liegt bei 323% für Tendies (TEND), während beim Liquidity Mining noch üppigere Belohnungen herausschauen. Das Paar DAI-BNB hat z.B. im Pool PancakeSwap, laut CoinMarketCap (zum Zeitpunkt des Verfassens meines Blogs) einen versprochenen APY von 18.647%. Aber auch hier gilt: das Risiko eines Impermanent Loss ist hoch und immer gegeben!

Also, was nun: Crypto Staking or doch Liquidity Mining? Ich kann Dir darauf keine pauschale Antwort geben. Es kommt immer darauf an, wie risikofreudig und somit auch, was für ein Anlegertyp Du bist. Es kommt zudem auch stark auf die Plattform selbst drauf an, die Du nutzen möchtest und natürlich auch auf die Coins, die Du verwenden möchtest. Ich würde Dir nur raten: Konzentriere Dich zu Beginn nicht zu stark darauf was Du damit verdienen willst, sondern wieviel Du SICHER investieren kannst. Denn noch einmal: Es kann alles weg sein. Handle somit immer verantwortungsbewusst und höre auf Dein Bauchgefühl. Lieber zu Beginn etwas weniger, dafür langfristig auf der sicheren Seite stehen!

Cardano vs. Polkadot

Das ist die Konkurrenz für Ethereum im Jahr 2021


Ethereum ist für viele Entwickler von dezentraler Anwendungen (sog. dApps) zur Blockchain der Wahl geworden. Ethereum hat mittlerweile die bei weitem größte Entwickler-Community, die sogar die von Bitcoin übertrifft. Dennoch gibt es in letzter Zeit immer mehr ernstzunehmende Projekte, die Ethereum das Wasser abgraben könnten. Heute nehmen wir vor allem Cardano und Polkadot näher unter die Lupe.

Es war der Wunsch vieler ein Portrait „Cardano vs. Ethereum vs. Polkadot“ zu machen und daher beschäftigen wir uns heute näher damit. Meine Blogposts leben somit auch von Deinem ständigen Input und Feedback. Lass mich auch gerne heute wieder wissen, was Dir gefallen hat, was ich in Zukunft vielleicht verbessern kann und vor allem was Du Dir als nächste Rubrik wünscht. Nun wieder viel Freude beim Lesen!

Deine @emily_is_online

Cardano vs. Ethereum

Nach mehreren Jahren der Entwicklung ist die erste Phase von Ethereum 2.0 gestartet. Seit 2015 ist das umfassende Upgrade in Planung und die Tatsache, dass es weitaus schwieriger ist, den Motor in einem fahrenden Fahrzeug zu ändern als ihn von Grund auf neu zu bauen, spricht für sich. Deshalb haben viele ehemalige ETH-Entwickler die Gelegenheit genutzt und ihre eigene Blockchain entwickelt.

Cardano (ADA) ist seit einiger Zeit eine der vielversprechendsten Smart-Contract-Plattformen des Krypto-Space. Das Projekt ist ursprünglich von dem Mathematiker Charles Hoskinson, einem Mitbegründer von Ethereum, gegründet worden. Charles Hoskinson hat Ethereum 2014 verlassen und anschließend die profitorientierte IOHK Stiftung geschaffen.

Die Kryptowährung ADA stand dieses Jahr vermehrt in den Schlagzeilen, da Cardano das Shelly-Upgrade auf seinem Mainnet eingeführt hat. Shelly ermöglicht das Staken von Cardano und ist ähnlich wie Ethereum 2.0 nur eine von vielen Phasen. Shelly ist erst die zweite Phase des ADA-Updates und drei weitere Upgrades folgen. Am Ende soll Cardano eine skalierbare Blockchain sein, auf der auch Smart Contracts programmiert werden können.

Darüber hinaus will Cardano letztendlich ein On-Chain-Governance-Modell betreiben, bei dem für jeden ADA-Halter die Teilnahme möglich sein soll. In Zukunft wird sich Cardano voraussichtlich am besten für Anwendungen im Finanz -und Organisationssektor eignen. Das liegt daran, dass Cardano im Gegensatz zu Ethereum in Haskell programmiert ist. Haskell ist eine Programmiersprache, die sich vor allem für Geschäftsanwendungen und Datenanalysen eignet.

Polkadot vs. Ethereum

Gavin Wood ist der Co-Founder von Ethereum. Nachdem er mehrere Jahre als Chief Technology Officer der Ethereum Foundation gearbeitet hat, hatte er das Gefühl, dass das Design von Ethereum letztlich einschränkend sei. Aus diesem Grund hat er 2016 das Whitepaper von Polkadot entworfen. Er entschied sich für den Namen Polkadot, weil das ein Muster ohne Anfang und Ende ist, dass das Verständnis von dezentralen Anwendungen aufgreift.

Laut dem Krypto-Analyse-Unternehmen Messari ist Polkadot ein Blockchain-Projekt, das sich deutlich von der Konkurrenz abhebt:

„Es sticht absolut heraus, sowohl vom Standpunkt des Designs als auch von der Größe der Community um Polkadot herum.“

messari.io

Mehr als 250 Projekte, die von Stablecoins bis hin zu sozialen Netzwerken reichen, werden laut dem Tracker PolkaProject auf dem im Mai gestarteten Netzwerk aufgebaut. Das ist ein unglaublicher Anstieg. Während das Entwicklerinteresse an Bitcoin und Ethereum zurückgegangen ist, hat sich die Zahl der monatlich aktiven Entwickler auf Polkadot seit der Einführung des Projekts im Mai um mehr als 40 Prozent gesteigert.

Anstatt Apps wie bei Ethereum über Smart Contracts zu betreiben, die auf einer Blockchain laufen, erlaubt Polkadot jedem App-Entwickler, seine eigene Blockchain zu erstellen. Diese Blockchains sind interoperabel, was bedeutet, dass sie mit anderen Blockchains kommunizieren können. Dadurch ist es möglich, dass Entwickler ihre Blockchains individuell designen können. Beispielsweise kann festgelegt werden, wie hoch Transaktionsgebühren sind oder wie schnell bestimmte Transaktionen bestätigt werden können.

Gavin Wood glaubt daher, dass sich eine Menge von innovativen Produkten auf Polkadot entwickeln werden, die sich nicht in der Smart-Contract-Umgebung von Ethereum etablieren können. Als Beispiel nennt er vor allem Blockchain-Games oder Blockchain-Anwendungen innerhalb von Konsortien.

Mein Fazit

Die Erfolgsgeschichte der Kryptowährungen Cardano und Polkadot geht weiter. Neben dem erst kürzlich fulminanten Einstieg von Tesla, Microstrategy und Square in die Krypto-Branche, welche dem Kurs zusätzlichen Schub verliehen hat, suchen Anleger verstärkt nach Alternativen gegenüber Ethereum.

Während Cardano mit einer Marktkapitalisierung von knapp 30 Milliarden Euro auf Platz 5 der größten und bekanntesten Währungen notiert ist, liegt Polkadot mit einer Marktkapitalisierung von knapp 29 Milliarden Euro knapp dahinter, auf Rang sechs. Laut einem Bericht von Outlier Ventures wurde zudem festgestellt, dass Cardano das am zweithäufigsten entwickelte Protokoll hinter der Ethereum-Blockchain ist, während Polkadot die Anzahl der monatlich aktiven Coreentwickler zwischen Juli und November verdoppelt hat.

Investoren und Händler könnten die Ethereum Blockchain zunehmend als „zu teuer“ erachten. Laut Daten von Glassnode stiegen die Transaktionsgebühren im Netzwerk am Montag weiter an. Der nach wie vor dynamische „Defi“-Sektor dürfte seit Monaten dazu beitragen, dass Ether seine Rallye weiter ausbauen konnte.

Zwar haben die Plattformen Cardano und Polkadot bestimmte Vorteile, aber keine hat es bisher geschafft, Ethereum zu stürzen. Angesichts der Tatsache, dass die vollständige Implementierung von Ethereum 2.0 aller Wahrscheinlichkeit nach noch einige Jahre entfernt ist, können sich die Dinge jedoch schnell ändern. Doch selbst wenn Ethereum es schafft, seine Krone zu behalten, könnten einige andere Ethereum-Konkurrenten bestimmte Nischen finden, in denen sie aufblühen können.

Du siehst, es bleibt weiter extrem spannend! Mein persönliches Highlight dieses Jahr war dabei der Einstieg von Elon Musk und Tesla, mit Sage und Schreibe: 1,5 Milliarden US-Dollar. Das dürfte nicht zuletzt auch dem gesamten Altcoin-Markt einen unfassbaren Schub verliehen haben. Das Signal an weitere Institutionen und Unternehmen ist damit geebnet. Firmen kratzen erst an der Oberfläche, wenn es um Beteiligungen an dezentralen Vermögenswerten geht. Dieser Trend könnte sich bereits in den kommenden Wochen und Monaten beschleunigen. Was ist Deine Meinung dazu, lass es mich wie immer unten in den Kommentaren wissen!